Die Feelgoodism Gesellschaft

 

Gehörst Du zu den Glücklichen, die sich über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und die längeren, hellen Tage freuen können - ohne wenn und aber? Wenn ja, genieße es weiterhin und strahle mit der Sonne um die Wette; sei entzückt, verrückt, verliebt oder was auch immer... 

 

In einer "Feelgoodism-Gesellschaft" wie unserer wird es aber nahezu erwartet, dass wir in der warmen und hellen Jahreszeit aufblühen und gut drauf sind - wenn kein konkreter Anlaß dagegen spricht. Und falls wir uns nicht gut fühlen sollten, sollten wir zumindest so tun, als fehlte uns nichts: "Gute Miene zum bösen Spiel" machen...  

Gerade das ist es, was so viele Menschen zur Verzweiflung führen kann, die im Frühling und Frühsommer nicht zu den 'Gutgelaunten' gehören. Der Kontrast zwischen der inneren Welt mit den dunklen Gedanken und Gefühlen ist besonders groß, wenn die äußere Welt etwas ganz anderes vorgibt: Licht und Leichtigkeit. Vielleicht ist es dann nicht so schwer nachzuvollziehen, dass die Suizidrate bei Menschen mit Depressionen im Frühling und Frühsommer besonders hoch ist.  

 

Ist es nicht befreiend wenn man sagen kann: "Ich finde es zwar schön, wenn die Natur wieder aufwacht, aber ich brauche noch etwas ZEIT, um mich darauf einzustellen und das genießen zu können - ich muss mich erst daran gewöhnen".

 

Und es gibt dafür keinen Grund sich zu entschuldigen!

 

"Why worry now"