formen einer depression

Es gibt viele Formen einer Depression und die Ursachen dafür sind vielschichtig. Zu den am häufigsten vorkommenden Depressionen zählen:  

  • Depressive Episoden - leichte, mittelgradige und schwere Depressionen.
  • Dysthymie - eine "leichtere" chronische Form der Depression.
  • Larvierte Depressionen - sog. versteckte Depressionen mit psychosomatischen Komponenten im Vordergrund.

Darüber hinaus gibt es auch zusätzliche, häufig vorkommende Formen von Depression; in der Schwangerschaft und nach der Geburt (Peripartale und postpartale Depressionen), Burnout-Depression/Erschöpfungsdepression, Winterdepression (wg. Lichtmangel),Spätdepression (nach dem 45. Lebensjahr) und Altersdepression (nach dem 60. Lebensjahr).

 

Die Ursachen einer Depression sind multifaktoriell, d.h., vielfältig; einschneidende Lebensereignisse, genetische Faktoren, eine erhöhte Vulnerabilität (Verletzbarkeit) u.a. durch bestimmter Persönlichkeitsstrukturen und/oder soziales Umfeld, ungünstige, erlernte Verhaltensmustern, Ungleichgewicht im Neurotransmitter-Stoffwechsel, Störung der Biorhytmik (ein gestörter Schlaf-Wach-Rhytmus), Chronische Stressoren (Dauerbelastungen),körperliche Erkrankungen, Medikamente.

 

Ein wichtiges Kriterium für eine Depression ist, dass die Symptomatik mindestens 2 Wochen konstant geblieben ist.

 

Behandlung: Eine leichtere Depression oder Dysthymie lässt sich meist gut mit einer Psychotherapie und ohne Medikamente behandeln, während eine mittelgradige Depression in manchen Fällen, zusätzlich zu einer Psychotherapie, stationär und vorübergehend mit Medikamenten behandelt werden muss. Bei einer schweren Depression ist eine stationäre Behandlung mit Medikamenten üblicherweise notwendig. Entscheidend ist frühzeitig professionelle Hilfe zu holen, um den Verlauf einer Depression zu kürzen und ggf. das Risiko an einer Depression zu erkranken (oder wiedererkranken), zu verrringern.

 

DEPRESSIVE EPISODEN

Der Fachbegriff für eine Depression ist eine depressive Episode. Sie macht es deutlich, dass eine Depression eine Episode ist und in den allermeisten Fällen vorübergehend. Wenn sie erneut/mehrmals vorkommt spricht man von einer rezidivierenden depressiven Störung (wiederkehrend).

Die Episode wird in drei Schwierigkeitsgraden eingeteilt: 

  • eine leichte depressive Episode
  • eine mittelgradige depressive Episode
  • eine schwere depressive Episode

Entscheidend bei Verdacht auf einer Depression, ist sich möglichst frühzeitig beraten zu lassen, um eine Behandlung und Prognose zu begünstigen.

 

dysthymie

Dysthymie od. Dysthymia, ist eine sehr häufig vorkommende Form einer leichteren Depression. Da die Kriterien für eine leichte depressive Episode nicht ganz erfüllt werden, spricht man von einer Dysthymie - eine chronische depressive Verstimmung - auch "Jammerdepression" genannt. Die Betroffenen haben für gewöhnlich zusammenhängende Perioden von Tagen oder Wochen, in denen sie ein relativ gutes Befinden beschreiben. Aber meistens fühlen sie sich müde und depressiv. Grübeln, beklagen sich, Motivationslosigkeit, Freudlosigkeit sowie Schlafstörungen gehören zu den typischen Symptomen. Entscheidend ist hier,wie stark die Belastung im Alltag ist und dass bei Bedarf professionelle Hilfe rechtzeitig in Anspruch genommen wird.

LARVIERTE DEPRESSIONEN

Eine larvierte (verdeckte) Depression. Ein für Vielen weitestgehend unbekannte Form / Bezeichnung einer Depression - und sehr häufig vorkommend. Wie der Name schon sagt, verdeckt sich die Depression. Im Vordergrund stehen chronische oder häufig wiederkehrende psychosomatische Beschwerden wie: Chronische Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, starke Verspannungen oder Unterleibsschmerzen. Hinzu kommen dann meist noch übliche Symptome einer Depression, die aber erstmal verdrängt werden können. In erster Linie müssen somatische (körperliche) Beschwerden natürlich immer erst beim Hausarzt/ Hausärztin bzw. Facharzt / Fachärztin gründlich untersucht und geklärt werden. Wenn dabei kein organischer Befund festgestellt werden kann, sollen psychische Ursachen in Betracht genommen werden - auch um ein "Ärzte-Hopping" (vom Arzt zum Arzt) zu vermeiden.