Häufige Formen einer Depression

Depressive Episoden

Der Fachbegriff für eine Depression ist eine depressive Episode. Sie macht es deutlich, dass eine Depression eine Episode ist und in den allermeisten Fällen vorübergehend. Wenn sie erneut/mehrmals vorkommt spricht man von einer rezidivierenden depressiven Störung (wiederkehrend).

Die Episode wird in drei Schwierigkeitsgraden eingeteilt: 

  • eine leichte depressive Episode
  • eine mittelgradige depressive Episode
  • eine schwere depressive Episode

Entscheidend bei Verdacht auf einer Depression, ist sich möglichst frühzeitig beraten und behandeln zu lassen.

 

Dysthymie

Dysthymie od. Dysthymia, ist eine sehr häufig vorkommende Form einer leichteren Depression. Da die Kriterien für eine leichte depressive Episode nicht ganz erfüllt werden, spricht man von einer Dysthymie - eine chronische depressive Verstimmung - auch "Jammerdepression" genannt. Die Betroffenen haben für gewöhnlich zusammenhängende Perioden von Tagen oder Wochen, in denen sie ein relativ gutes Befinden beschreiben. Aber meistens fühlen sie sich müde und depressiv. Grübeln, beklagen sich, Motivationslosigkeit, Freudlosigkeit sowie Schlafstörungen gehören zu den typischen Symptomen. Entscheidend ist hier,wie stark die Belastung im Alltag ist.

Larvierte Depressionen

Eine larvierte (verdeckte) Depression. Ein für Vielen weitestgehend unbekannte Form / Bezeichnung einer Depression - und sehr häufig vorkommend. Wie der Name schon sagt, verdeckt sich die Depression. Im Vordergrund stehen chronische oder häufig wiederkehrende psychosomatische Beschwerden wie: Chronische Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, starke Verspannungen oder Unterleibsschmerzen. Hinzu kommen dann meist noch übliche Symptome einer Depression, die aber erstmal verdrängt werden können. In erster Linie müssen somatische (körperliche) Beschwerden natürlich immer erst beim Hausarzt/ Hausärztin bzw. Facharzt / Fachärztin gründlich untersucht und geklärt werden. Wenn dabei kein organischer Befund festgestellt werden kann, sollen psychische Ursachen in Betracht genommen werden - auch um ein "Ärzte-Hopping" (vom Arzt zum Arzt) zu vermeiden.


Quelle: Skripte aus der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie unter der Leitung von M.A. phil und Heilpraktikerin Ann-Uta Beißwenger